Der Honigtau

Wir haben auf unserer Seite der Honigarten die Unterschiede zwischen Blütenhonig und Waldhonig erklärt. Dort sind wir kurz auf den Honigtau eingegangen. Der Waldhonig ist eine Honigart, die nicht aus Blütennektar gewonnen wird.

Er wird aus den Ausscheidungen von Pflanzenläuse gewonnen. Wie genau läuft das ab und was ist zu beachten? Welche Honigsorten betrifft es?

Was ist Honigtau?

Der sogenannte Honigtau, oder auch Meltau genannt, ist ein Ausscheidungsprodukt verschiedener Pflanzenläuse. Blattläuse und Schildläuse machen hierbei einen großen Teil aus. Die Insekten ernähren sich von den Pflanzensäften unterschiedlichste Bäume und Pflanzen. Die danach abgegebene Flüssigkeit bzw. Ausscheidung der Tiere nennen wir Honigtau.

Honigarten

Wozu dient Honigtau?

Der zuckerhaltige Saft ist eine Nahrungsquelle für verschiedene Insekten.

Nicht nur Bienen sammeln den Tau ein, sondern auch Ameisen nutzen diesen für ihre Ernährung. Ameisen zeigen ein besonderes Verhalten in diesem Bereich.

Sie schützen diese vor Räubern und nutzen im Gegenzug die Ausscheidungen als Nahrungsquelle.

Neben Bienen sammeln auch andere Fluginsekten den Honigtau.  

Sie fliegen die Ausscheidungen der Läuse an und lecken den Honigtau von den Pflanzen.

Woraus besteht Honigtau?

Die zuckerhaltige Flüssigkeit besteht zu großen Teilen aus Zucker. Hierbei sind die Hauptbestandteile Trauben- und Fruchtzucker. Zusätzlich enthält der Tau Säuren und Vitamine. Direkt nach der Ausscheidung durch die Läuse hat der Honigtau eine helle, klare Farbe. Der Begriff Honigtau ist eine Zusammensetzung aus dem, wie Tautropfen aussehenden und süß wie Honig schmecken den Stoff.

Bienen und der Honigtau

Je nachdem wo der Imker seine Bienenvölker aufgestellt hat, sammeln diese Blütennektar oder Tau.

Völker die im Wald oder in der Nähe von Wäldern stehen, sammeln den Tau statt Nektar ein.

Er sorgt für die Grundlage von verschiedenen Sortenhonigen.

Diese werden als Waldhonig bezeichnet.

In Deutschland wird dieser Honig als Tannen-, Eichen- oder Kastanienhonig verkauft.

Diese Sortenreinheit muss nach Fertigstellung des Waldhonigs durch eine Laboruntersuchung bestätigt werden.

Je nach Sammelort unterscheide sich diese Honige in Farbe, Aroma und Geschmack.

Wann verdient Waldhonig seinen Namen?

Für den Begriff „Waldhonig“ muss eine überwiegende Menge Honigtau im Honig sein. Um dann als Sortenhonig zu gelten muss der Honig alle sortentypischen Merkmale aufweisen.

Dies betrifft die Farbe, den Geschmack und den Geruch. Waldhonig besitzt einen höheren Mineralstoffgehalt als Blütenhing und verfügt über eine bessere elektrische Leitfähigkeit.

Von welchen Pflanzen sammeln Bienen in Deutschland den Tau?

Alle Pflanzen, die Tauerzeuger auf sich tragen werden den Tau auf ihren Blättern oder Nadeln haben. Selbst Getreide, Schilf oder Mais sind mit diesen Ausscheidungen von Läusen versehen.

Da in Mitteleuropa die größeren Baumflächen aus Nadelwäldern wie Tanne, Fichte oder Lärche bestehen ist dort der Tau genau so zu finden wie am Ahorn, der Buche oder an Eichen.

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