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Was passiert, wenn Honig schlecht wird?

Honig gegen Husten und Halsschmerzen

Schuld daran sind Hefezellen. Wie oben bereits erwähnt, wird Honig nicht von alleine schlecht.

Dazu ist Feuchtigkeit nötig. Honig kann schlecht werden, wenn ein steigender Wassergehalt auf Hefezellen trifft.

Dieses Zusammentreffen begünstigt das Wachstum der Hefezellen. Denn die brauchen zum Leben eigentlich nur Wasser und Zucker.

Die Hefezellen wandeln Zucker in Kohlendioxid und Alkohol um. Der gängige Begriff für diesen Vorgang, den Sie ganz bestimmt auch kennen, ist „Gärung“.

Normalerweise enthält unverfälschter Honig wenig Wasser. In Prozent ausgedrückt sind das in der Regel unter 18 Prozent. Wird der Wassergehalt des Honigs größer, können die Hefezellen besser aktiv werden. Das bedeutet, dass Honig anfängt zu gären, wenn er einen Wassergehalt ab circa 20 Prozent hat.

Wie schmeckt schlechter Honig?

Sobald der Honig anfängt zu gären, verändert sich sein Geschmack und sein Geruch. Zunächst riecht und schmeckt der Honig noch fruchtig. Doch bei fortschreitender Gärung werden Geruch und Geschmack eher säuerlich und später dann bekommt der schlecht gewordene Honig den typischen vergorenen Geschmack.

Kann Honig schlecht werden

Wie sieht schlechter Honig aus?

Schon von außen können Sie sehen, dass der Deckel des Honigglases sich nach oben wölbt.

Schuld daran ist das Kohlendioxid, das die Hefezellen produzieren.

Auf dem Honig selbst bilden sich – ebenfalls wegen des Kohlendioxids – kleine Bläschen.

Wenn der Honig schon länger gärt, kann zu den Bläschen auch noch Schaum entstehen.

Kann ich vergorenen Honig noch verwenden?

Ja. Vergorener Honig kann noch zum Backen verwendet werden. Sie können auch Honigwein oder Met damit herstellen.

Wie kann ich Honig lagern?

Da es sich herausgestellt hat, dass die Qualität von Honig unter Wärme, Feuchtigkeit und Licht leidet, sind die optimalen Lagerbedingungen genau das Gegenteil davon.

Wenn Sie vermeiden wollen, dass Honig schlecht werden kann, brauchen Sie eine kühle, trockene und dunkle Umgebung. In so einer Umgebung kann der Honig ohne Qualitätseinbußen lange Jahre gelagert werden.

– „kühl“ bedeutet im Fall von Honig 15 Grad Celsius
– „trocken“ bedeutet eine relative Luftfeuchte von weniger als 55 Prozent.

Was sollten Sie noch beachten?

Selbstverständlich sollten die Honiggläser gut verschlossen sein und in einer dunklen Umgebung gelagert werden.

Die dunkle Umgebung ist wichtig, weil der Honig lichtempfindlich ist. Künstliches und auch natürliches Licht würden einem Enzym schaden, das der Grund für die antiseptische Wirkung des Honigs ist.

Darüber hinaus würde Lichteinfall auch den Vitaminen, die im Honig enthalten sind, auf Dauer schaden.

Doch nicht nur die dunkle Umgebung ist wichtig, sie muss auch trocken sein.

Wenn Sie Ihren Honig in feuchten Räumen lagern, dann kann der Honig Wasser aus der Umgebungsluft ziehen, auch wenn Sie ihn in verschlossenen Gläsern aufbewahren. Diese Eigenschaft des Honigs nennt man hygroskopisch (wasserziehend).

Und wie oben schon beschrieben, verstärkt ein hoher Wasseranteil die Gefahr der Gärung. Wenn Sie diese Vorschläge berücksichtigen, vermeiden Sie, dass Honig schlecht werden kann.

Falls Sie Ihren Honig wirklich jahrelang lagern, dann sollten Sie aber davon ausgehen, dass seine bioaktiven Inhaltsstoffe zerfallen. Wenn Honig seine bioaktiven Inhaltsstoffe verliert, dann verliert er auch seine pharmazeutische Wirkung. Das bedeutet aber nicht, dass der Honig nicht mehr schmeckt.

Kann ich Honig im Kühlschrank aufbewahren?

Das können Sie machen. Denn dem Honig würden nur hohe Temperaturen schaden. Doch bei Lagerung im Kühlschrank kann es passieren, dass der Honig stärker auskristalli-siert, als das bei einer Lagerung bei 15 Grad der Fall ist.

Kann ich Honig einfrieren?

Auf jeden Fall. Einfrieren ist eine sehr schonende Methode, um Honig zu lagern.

Sie müssen nur darauf achten, dass Sie den Honig langsam wieder auftauen und dabei niedrige Temperaturen benutzen.

Aber aufgrund der langjährigen Honig Haltbarkeit ist es für den durchschnittlichen Verbraucher eigentlich nicht nötig, Vorräte an Honig einzufrieren.

Warum kristallisiert Honig aus?

Der Grund für die Auskristallisierung des Honigs ist sein Anteil an Traubenzucker. Der Traubenzucker bildet die Zuckerkristalle im Honig. Der Anteil an Traubenzucker entscheidet auch über die Festigkeit des Honigs. Blütenhonige enthalten meist mehr Traubenzucker als Waldhonige und sind deshalb auch oft fester in der Konsistenz.

Wie bekomme ich auskristallisierten Honig wieder flüssig?

Wenn der Honig wegen zu kühler Lagerung auskristallisiert ist, lässt er sich am besten in einem Wasserbad wieder geschmeidig machen. Die Temperatur sollte dabei rund 40 Grad betragen.

Sie stellen den Honig in ein Gefäß mit Wasser, das eine Temperatur von 40 Grad hat. Falls Sie kein Thermometer zur Hand haben: bei 40 Grad können Sie die Hand ins Wasser halten ohne sich zu verbrennen. Im Wasserbad rühren Sie den Honig vorsichtig um, bis er wieder geschmeidig ist.

Was ist der Grund für die lange Honig Haltbarkeit?

Der hohe Zuckergehalt des Honigs ist in erster Linie dafür verantwortlich, dass Honig so lange haltbar ist.

Der Zuckergehalt hat eine konservierende Wirkung.

Das liegt daran, dass die Zuckermoleküle das Wasser im Honig an sich binden.

Und je weniger Wasser vorhanden ist, desto weniger Angriffsmöglichkeiten gibt es für Mikroorganismen.

Darüber hinaus verfügt Honig aber auch noch über bestimmte Inhaltsstoffe, die Bakterien und Mikroorganismen daran hindern, zu wachsen.

Warum hat Honig trotz der jahrelangen Haltbarkeit ein Mindesthaltbarkeitsdatum?

Seit dem Jahr 2004 wird auf deutschen Honiggläsern ein Mindesthaltbarkeitsdatum ausgewiesen. Grund dafür ist eine Vorschrift des deutschen Lebensmittelrechtes, die in der sogenannten Honigverordnung dargelegt ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird so errechnet: man nimmt das Datum, an dem der Honig abgefüllt worden ist, und gibt zwei Jahre dazu.

Aber wie bei allen anderen Lebensmitteln, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben, heißt das noch lange nicht, dass das betreffende Lebensmittel nach diesem Datum ungenießbar ist. Für Honig mit seiner langjährigen Haltbarkeit bei richtiger Lagerung gilt das auf jeden Fall.

Kann Honig schimmeln?

In der Regel nicht. Wenn Sie im Internet von schimmligem Honig lesen, dann sind das meist Imker, die davon berichten, dass nach besonders feuchten Wintern Teile des Bienenstockes oder auch Waben schimmlig geworden sind.

Damit die Bienen wieder einen sauberen Bienenstock haben, wird dann meist empfohlen oder berichtet, dass schimmlige Holzteile abgeflammt oder ersetzt werden. Schimmlige Waben werden vom Imker entfernt und entsorgt.

Was ist passiert, wenn im Honigglas am Boden eine feste Masse ist und darüber Flüssigkeit?

Diesen Vorgang nennt man „Entmischung“. Die feste Masse am Boden des Honigglases ist auskristallisierter Zucker. Die Flüssigkeit darüber ist eine sirupartige Mischung aus Fruchtzucker, Wasser und aus dem Honig ausgelösten Stoffen.

Wenn Honig bei Temperaturen von 18 bis 20 Grad Celsius aufbewahrt wird, kann die beschriebene Entmischung schon nach einer Lagerzeit von 18 Monaten einsetzen. Ein anderer Ausdruck für „Entmischung“ ist auch „Phasentrennung“.

Wenn Sie Honig in dieser Form in einem Laden ent-decken, so heißt das nicht, dass das Produkt mangelnde Qualität aufweist. Einen Nachteil hat entmischter Honig allerdings: das Risiko, dass dieser Honig anfängt zu gären, ist hö-her als bei nicht entmischtem Honig. Das liegt am relativ hohen Wasseranteil der flüssigen Masse.

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Quellen:

  1. https://www.gesetze-im-internet.de/honigv_2004/BJNR009200004.html
  2. https://www.forschung-und-wissen.de/magazin/10-lebensmittel-die-nicht-schlecht-werden-13372128
  3. https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/essen/frischhalten/pwieisthonigewighaltbar100.html
  4. https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article118845372/Stimmt-es-dass-Honig-nicht-verderben-kann.html
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